Hindernistraining / Working Equitation

Hindernis- und Parcourtraining - für jeden Freizeitreiter!


Kursleitung

Jenny Markov, Vizepräsidentin ARSETS

Kurszeiten

Gruppe 1:   18.30 - 20.00 Uhr

Gruppe 2:   20.00 - 21.30 Uhr



Kursdaten 2019

Freitag,  18.01.19
Freitag,  22.02.19
Freitag,  29.03.19

Freitag, 12.04.19

Freitag, 03.05.19

freie Plätze

freie Plätze

freie Plätze

freie Plätze

freie Plätze


Jenny Markov und ihre Arbeit

Seit ich schreiben kann stand ein Pony auf meiner Weihnachtswunschliste und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich heute ein Pferd mein Eigen nenne. Viele Jahre habe ich Reitlager besucht und bei uns im Quartier in der Freizeitanlage die Tiere betreut. Die Esel, Ponies und Ziegen lehrten mich Erfindungsreichtum und Durchsetzungsvermögen, so dass es für jedes Grosspferd gut ausreicht... später kam ich über ein Pflegepferd zum Westernreiten, habe aber die klassischen Reitstunden nie aufgegeben. So habe ich schnell gemerkt, dass man die Tipps von der Frau mit dem Cowboy-Hut ideal auf den Warmblütern mit dem Briefmarken-Sattel anwenden kann. Und nimmt man sich die Anweisungen der klassischen Reitlehrerin zu Herzen, dann läuft es auch gleich viel besser mit dem Fribi in der nächsten Westernreitstunde.

So kam es, dass ich während dem Tiermedizin-Studium als Nebenverdienst Reitlager betreut und in Reitkursen für Erwachsene mitgeholfen habe. Unzählige Erklärungen zum Umgang mit dem Pferd, Bodenarbeit, Longenstunden, Reitstunden, geführte Ausritte – und das alles auf einem Betrieb, wo höchster Wert auf Sicherheit und pferdegerechtes Arbeiten gelegt wurde. Ich habe viele Schulpferde, Jungpferde und auch Kundenpferde geritten, vom Freiberger und Haflinger über Welsh Cob, Criollo und Quarter bis zum Maultier war alles mit dabei. Welcher Satteltyp war mir dabei egal, Hauptsache Reiten... Und während meiner Auszeit in Spanien hatte ich das Glück, einige pensionierte Hengste aus Jerez reiten zu dürfen und lernte dabei die andalusischen Pferde schätzen und lieben.

Welchen Reitstil ich betreibe? Die saloppe Antwort lautet: Keinen, ich reite. Ein Pferd ist ein Pferd und der Rest ist Folklore und daher Geschmacksache. Die etwas fundiertere Antwort: Ich reite klassisch-barock und folge dabei den Lehren von Pluvinel, Müseler und Albrecht (u.a.). Da aber diese Lehren alle erst nach dem Betreten des Dressurvierecks beginnen, braucht es noch ein bisschen mehr. Bodenarbeit betreibe ich nach dem Muster der Vaquero-Reiterei, folge den Philosophien von Ray Hunt und Tom Dorrance und habe mich auch mit den Methoden von Pat Parelli vertraut gemacht. Ich persönlich glaube, dass sich die Reitstile gegenseitig ergänzen und vervollständigen.

Kursinhalt

Die Arbeit an den Working Equitation Hindernissen macht den Pferden Spass und bietet Abwechslung im Trainingsalltag.

Die Pferde sehen einen Sinn in der Aufgabe und es stärkt ihr Selbstvertrauen. Zudem helfen ihnen die Hindernisse, wenn ihre Reiterinnen oder Reiter etwas unklar sind in der Hilfengebung (Gerüchte besagen, das soll manchmal vorkommen beim Freizeitreiter…).

Westernpferde können lernen, die Hindernisse gesetzter und mehr an den Hilfen zu absolvieren. Dadurch werden sie besser führbar und können ihre Performance im Western Trail und Horsemanship verbessern. Auch Reiningpferde profitieren von der dressurmässigen Arbeit und insbesondere von den vielen Galoppwechseln, die an den Working Equitation Hindernissen trainiert werden.

Springpferde werden im Parcours weniger heiss und besser kontrollierbar, da sie Hindernisse kennenlernen, welche nicht im Galopp übersprungen werden. Die Abwechslung und die neuen Herausforderungen tun ihnen gut und halten sie geistig fit. Ausserdem werden sie durch die vielen engen Wendungen an den Working Equitation Hindernissen flinker und wendiger im Parcours.

Dressurpferde erhalten durch die Arbeit an den Hindernissen Abwechslung und die Möglichkeit zum Mitdenken. An den Hindernissen müssen sie nicht nur gehorsam sein, sondern dürfen sich selber mit einbringen. Und vieles, was später in der Dressur gebraucht wird, lässt sich dem Pferd am Hindernis gut verständlich zeigen. Das Hindernis gibt dem Pferd eine logische Stütze und einen sinnvollen Grund, sich zu setzen.

Militarypferde profitieren doppelt: sie verbessern ihre Durchlässigkeit für die Dressur und lernen gleichzeitig, Aufgaben selbstständig zu lösen. Damit werden sie geschickter und aufmerksamer auf der Geländestrecke.

Jungpferde schulen ihr Gleichgewicht und können sich an verschiedenste Eindrücke und Situationen gewöhnen. Die vom Hindernis vorgegebene Linie macht die Reiterhilfen für sie verständlicher und leichter nachzuvollziehen. Sie lernen, dass Mitdenken eine gefragte Eigenschaft ist und neue Aufgaben etwas Spannendes und Interessantes sind. Selbstverständlich beginnt jede Hindernisarbeit mit jungen Pferden ganz sorgfältig an der Hand…

Alle Pferde können in anspruchsvollem Gelände, an Patrouillen-Ritten oder bei Ghymkhanas den verschiedensten Hindernissen begegnen. Da ist es nur fair, sie darauf vorzubereiten. Die Hindernis-Trainings eignen sich neben der Working Equitation auch zur Vorbereitung auf Prüfungen im Horseathlon und HorseChallenge sowie auf Ghymkhana- und Gehorsamkeitsprüfungen. 

Anmeldeschluss

2 Wochen vor Kursbeginn


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