Fotos und Berichte 2019


Januarlochhöck 01.02.2019

Führung im Zürcher Tierspital


Wir wagen uns an einen Ort, den wir möglichst niemals nutzen wollen: Das Tierspital Zürich. Wir bekommen die Gelegenheit das gesamte Spital, insbesondere den Bereich für Pferde anzuschauen. Bei der Bahn, um eine Ganganalyse durchzuführen, vorbei an dem überdachten Longier-Zirkel… und spätestens im OP-Saal wünscht sich jeder hier niemals mit seinem Pferd zu landen. Der Aufwachraum ist eine Gummizelle und der OP-Tisch riesig. Bislang habe ich nur Kleintierpraxen von innen gesehen und bin wirklich beeindruckt. Die Boxen mit ihren Fenstern in den Hof sind ganz schön und aufmerksame Pferdeaugen beobachten unsere Gruppe. Die Innenboxen mit den Patienten sind - nun ja - funktional, mit Vorrichtungen zum Aufhängen und irgendwie ist hier eine leichte Wärme und gleichzeitig eine bedrückende Kälte.

 

Auch zwei Isolationsboxen gibt es hier, mit weissen Anzügen und Desinfektionswannen vor der Tür. Ich bin sicher, dass das Team des Tierspitals sich sehr um die stationären Pferde bemüht und wünsche mir wieder, dass keiner von uns diese Hilfe nötig haben wird.

 

Auch der Bereich für Nutztiere ist irgendwie erschreckend. Eine Kuh lebt hier mit einer dauerhaften Sonde, mit einer Art „Tür“, die Zugriff auf ihren Mageninhalt gibt oder war es der Darm? Ich bin etwas schockiert und

froh, als wir uns in der anatomischen Sammlung wiederfinden. Fast hätten wir noch die jungen Schafe und Ziegen in unserer Gruppe aufgenommen. Es gab mehrere Vereinsmitglieder, die sie gerne mitgenommen hätten.

 

Auf die Sammlung habe ich mich gefreut, denn hier ist ein ganzes Pferdeskelett aufgestellt und auch sonst findet man hier spannende Präparate. Wir dürfen uns in Ruhe umschauen. Für alle, die nicht mit kommen

konnten oder gerne nochmal die Veterinäranatomische Sammlung besuchen wollen: Die Sammlung ist öffentlich zugänglich.

 

Ausklingen lassen wir den Abend in einer Pizzeria in der Nähe. Wie immer bei solchen Anlässen, hocken wir noch nett zusammen und plaudern über dieses und jenes und auch die Lachmuskeln werden wie so oft

betätigt.

 

Sabrina Richter

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